25 Februar 2006

Grosse Fahrt

Letztes Wochenende haben Michael und ich es endlich geschafft unsere Reisepläne für die Great Lakes-Tour abzuschließen. Wenn ich bedenke, wie lange wir schon an diesen Reiseplänen gestrickt haben!
Es fing an mit der Idee, das zusätzlich zu erwartende Geld (Michael feiert im Sommer 25-jährige Firmenzugehörigkeit) in den Traum einer Canadareise zu investieren: nur er und ich, sozusagen als verspätete Hochzeitsreise. Das war vor gut einem Jahr. Wir wollten New York City besuchen und möglichst viel von den canadischen Rockies sehen. 4 Wochen wollten wir unterwegs sein, denn mehr Urlaub am Stück ist bei meinem Job und auch wegen der Familie nicht drin. Reiseführer wurden angeschafft und von Kollegen, Freunden etc geborgt. Nach einer Weile war klar, dass 4 Wochen nicht reichen. Also wurde New York gestrichen, denn dort kommt man schon eher mal günstig hin und braucht auch nicht soviel Zeit um einen Eindruck zu bekommen. Die Reise sollte im Herbst 2006 stattfinden, damit Birk auch gut versorgt werden kann. Dankenswerter Weise haben meine Eltern sich bereit erklärt für 14 Tage in unsere Wohnung zu ziehen (solange Birk zur Schule muss) und Tanja und Udo wollten Birk für den Zeitraum der Herbstferien aufnehmen. Alles war geklärt und für die restlichen Schritte hatten wir noch reichlich Zeit – dachten wir. Doch es kam anders, denn im Januar gab es eine Urlaubssperre für mich. Stattdessen konnte/sollte ich im Sommer 4 Wochen Urlaub nehmen. Wir disponierten um und zum Glück ließ sich das geplante Arrangement für Birk in den Sommer verlegen.
Gleichzeitig stellten wir fest, dass unser Reiseziel vielleicht doch nicht so richtig gewählt war. Insbesondere nach einem Bericht im Fernsehen über die Region merkten wir, dass wir uns das Ganze doch etwas anders vorgestellt hatten. Wir haben uns dann schnell auf die Great Lakes als neues Reiseziel geeinigt, verbunden mit einem kurzen Besuch bei meinem Onkel. Unser Material über die Region war etwas mager, aber trotzdem haben wir unsere Strecke geplant und waren guter Dinge. Ich habe auch neue Reiseführer gekauft, damit wir etwas genauer festlegen konnten, was wir intensiver sehen wollen und wo man einfach nur durch fährt.
Endlich kam der Reiseführer und – oh Schreck – da stand doch tatsächlich, dass wir für Streckenabschnitte, für die wir nur einen Reisetag geplant hatten, 3-4 Tage einplanen sollten! New York, das wir wieder ins Programm genommen hatten, flog natürlich wieder raus. Dennoch hätten 4 Wochen nicht gereicht. Was nun?
Das Planen ging von vorne los: Lesen, grübeln, entscheiden und wieder verwerfen. Irgendwie schien uns alles sehenswert und ehrlich – so schnell werden wir sicherlich nicht wieder die Gelegenheit zu so einer großen Reise bekommen. Ich selbst würde am liebsten alles ganz intensiv sehen und aufnehmen (in mir und mit dem Fotoapparat (), jede Stadt, jeden Platz und vor allem die Seen und Landschaft ohne Ende. Danebst gehören Entscheidungen für etwas bzw. gegen etwas auch nicht gerade zu den Dingen, die mir besonders liegen. Wenn ich mich auf ein paar besondere Orte auf der Reiseroute festlege, verpasse ich alle anderen und wer sagt mir, dass es dort nicht vielleicht schöner ist? Schließlich war ich ja noch nie da. Welche Strecke sollen wir fahren und welche lassen wir weg? Es war wirklich nicht einfach! Vor allem für mich.
Jetzt haben wir uns aber doch festgelegt, was auch Zeit wird, denn die unwesentlichen Dinge, wie das Buchen der Flüge, Hotels und des Autos, sollen ja auch rechtzeitig erledigt werden, da wir in der Hauptsaison reisen werden und sonst womöglich alles weg ist. Der Reisepass muss auch beantragt werden, aber immerhin habe ich die komischen Fotos nach biometrischen Richtlinien schon gemacht. Die Planung ist beendet und jetzt heißt es, alles schleunigst umzusetzen, damit wir am Ende nicht doch noch zuhause bleiben müssen.

11 Februar 2006

Was schreibe ich nun?




Nun habe ich also einen Blog und schreibe nichts hinein. Irgendwie weiß ich auch nicht, was ich so alles öffentlich schreiben kann und will. Ein Tagebuch ist eine persönliche Sache und vieles möchte ich nicht im Netz stehen haben. Ich frage mich auch, was ich von anderen Personen schreiben kann und darf: Ist es in Ordnung, wenn ich mich darüber auslasse, dass ich mich über eine Person geärgert habe? Kann ich erzählen, wenn eins meiner Kinder Liebeskummer hat und wie mich das beeinflusst? Natürlich leide ich dann mit und mache mir meine Gedanken, doch glaube nicht, dass die Tatsache irgendjemanden angeht - außer mein Kind natürlich. Mal sehen, wie sich das Ganze noch so entwickelt.

Natürlich sollen in diesem Blog Verwandte und Freunde die Gelegenheit haben, einen kleinen Einblick in mein und das Leben meiner Familie zu bekommen. Zum Beispiel hat mein ältestes Patenkind im Mai Konfirmation. Ich soll seine Einladungskarten gestalten, denn das ist etwas, das ich gut kann. Damit werde ich mich morgen beschäftigen, denn Michael ist mal wieder in Berlin (Demo und geschäftliche Termine). Birk und ich sind alleine zuhause und langweilen uns. Naja, ich langweile mich nicht wirklich. Mein Hobby gibt mir genügend Beschäftigung und ein gutes Buch lese ich auch gerade. Aber Birk langweilt sich sehr: Niemand zum Spielen und die Mutter ist auch nicht gerade der Kracher, was seine Interessen angeht. Morgen werde ich mit ihm auf die Eisbahn gehen. Das mögen wir beide.
Apropos Eisbahn: Wir konnten vor 2 Wochen tatsächlich auf der Außenmühle laufen. Es war richtig schön, wenn auch ein kurzes Vergnügen. Noch in der Nacht fing es heftig an zu tauen und aus war der Traum. Aber ich habe alles auf Bildern festgehalten! Mein zweites Patenkind war auch dabei. Es hatte sich ergeben, dass sie das erste Mal ganz alleine bei mir war. Tabita ist 9 und sie hatte etwas Heimweh, aber wir haben das gut hingekriegt.

Mir liegt viel am Kontakt mit meinen Patenkindern. Aber je älter sie werden, desto schwieriger finde ich es, mit ihnen in engem Kontakt zu bleiben. Solange sie klein sind, ist es ganz einfach, je größer sie aber werden, um so schneller sie sich entwickeln, desto weniger bekomme ich von ihnen mit, da wir nicht dicht beieinander wohnen. Das finde ich schade. Aber der Samstag mit Tabita ganz alleine war sehr schön und ich habe viele neue und spannende Seiten an ihr entdeckt.