11 Juli 2006

Netzprobleme

Heute gibt es nur Text, aber wenigstens Nachrichten von uns! Das mit dem Internet klappt hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eher weniger als gut, selbst in großen Städten wie den Twin Cities Minneapolis und St. Paul. Uns geht es bestens. Wir haben gestern die Twin Cities besucht und auch in der Mall of America gebummelt. Das Angebot war ziemlich erschlagend. Die Städte sind schon sehr unterschiedlich zu unseren. Alleine schon ist Hamburg höchstens halb so hoch wie Minneapolis, aber auch sonst ist eben alles anders. Zu diesem Schlußss kommen wir immer wieder. Das Andere lässt sich gar nicht so wirklich in Worte fassen, doch nach und nach - auch wenn mich die Städte faszinieren - merke ich, dass mir die Natur hier lieber ist als die Kultur. Darum werden wir nun nach unserem Abstecher in die Zivilisation wieder schnell in Richtung Wildnis düsen!
Inzwischen ist die Hälfte der Zeit herum und wir haben festgestellt, dass unsere geplante Strecke unmöglich zu schaffen ist. Also werden wir spontan die Gestaltung der Reise ändern, wie es die Zeit und unsere Bedürfnisse erfordern.
Ansonsten habe ich langsam genug von Motels und Hotels. Sie sind alle nicht mein Geschmack und ziemlich dunkel und düster, egal, wie nobel man absteigt. Eine Ausnahme bildete eine kleine Suite in einem Hafen eines pittoresken Badeortes. Die Räume waren so gemütlich und persönlich (und hell: 4 Fenster!), dass ich am liebsten den Rest des Urlaubs dort verbracht hätte :) aber das geht ja leider nicht.
Heute ist das Wetter zum ersten Mal grau, mit Ausnahme des Tages, an dem wir mal richtig Strecke gemacht hatten. Da hat es nämlich geregnet und es war nicht so schlimm, an all den schönen Aussichten, Wasserfällen und sonstigen "nie mehr wieder Gelegenheiten" vorbei zu fahren.
Die Natur ist schon überwältigend hier: Riesige Wälder, durch die wir auch schon auf Sandwegen fahren mussten (da hat sich das Auto mehr als bezahlt gemacht), und die Seen sind einfach Wunder der Natur für sich. Auch die Tierwelt ist spannend. Wir müssen hier schon drauf achten, dass wir keine Hirsche und Waschbären überfahren. Soviel Wild wie in den letzten 2 Wochen habe ich zuhause in den letzten Jahren nicht gesehen.

Es tut mir ja Leid, dass Deutschland nicht Weltmeister geworden ist, aber wenigstens ja Dritter. In das Endspiel haben wir kurz in Duluth hineinsehen können, als es in einer Kneipe übertragen wurde. Hier ist das Fußballfieber nicht ausgeprägt, doch es soll sich auch gegenüber der WM, die in den USA ausgetragen wurden um ein Vielfaches gesteigert haben. Soccer könnte nochmal zum In-Sport werden, sagen viele Stimmen hier.

So, bevor ich noch Heimweh bekomme, machen wir uns jetzt wieder auf den Weg. Ziel ist endlich Canada und der obere Lake Superior. Ich bin gespannt was uns dort neues erwartet. Wenn ihr nichts von uns hört in den nächsten Tagen, dann gibt es entweder kein Internet oder wir haben Bekanntschaft mit einem Bären gemacht :) Letzteres war natürlich nur ein Scherz! Ganz herzliche Grüße an alle Daheimgebliebenen und besonders natürlich an Birk!

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