07 Oktober 2007

Apple Picking

Gestern war der erste Tag unseres freien Wochenendes. Endlich einmal ausschlafen! Gefrühstückt wurde in der Kirche, der Laurens Eltern angehören: Pfannkuchen, Eier, Bacon, Würstchen, Müsli, Obst Joghurt, Bagels und alles, was man sonst noch braucht. Lecker, lecker, lecker! Das eingenommene Geld wird für die Flugtickets verwendet, die diejenigen brauchen, die nächstes Wochenede in Biloxy beim Wiederaufbau nach Katrina helfen. Selbst 2 Jahre nach dem Hurricane leben dort noch 1000e in Behelfsheimen. Laurens Eltern werden bei der Hilfsaktion dabei sein.
Anschließend sind wir mit Lauren und Amanda zum traditionellen “Apple Picking” auf einen Apple Orchard gefahren. Hier in USA werden solche herbstlichen Familienaktivitäten groß geschrieben. Es ist ein Ereignis, dass jedes Jahr auf Foto, Film und in Scrapbooks festgehalten wird. So 2007 auch in meinem. Leider waren nicht mehr viele Äpfel am Baum, aber wir haben verschiedene Sorten im Hofladen zum Probieren gekauft und uns die vielen anderen Sachen und Lebensmittel angesehen, die alle “home made” sind. Auch einen “ayride” (fahrt auf einem Heuwagen haben wir mitgemacht. Das Wetter war einfach perfekt für so einen Ausflug.
Mittags war shoppen in der Mall an der Reihe. Im Gegensatz zu anderen aus der Gruppe, sind Tanja und ich damit und dabei sehr sparsam. Wenn wir könnten, würden wir natürlich die halbe Mall leerkaufen, aber leider dürfen wir nur beschränktes Gepäck mit zurück nehmen :)
Den Abend haben wir in Boston verbracht. Dort waren wir von Adams Eltern in ein sehr altes Lokal mit typischer New England Küche eingeladen. Das Essen war richtig lecker und sehr reichhaltig - sowohl im Sinne von Nahrhaftigkeit als auch der Menge. Besonders das Steak, das Adams Mutter Trudy bestellt hatte, war einfach riesig. Ich glaube, es hätte für unsere ganze Familie gereicht und dabei war es nur ein “kleines”. Obwohl es in dem Restaurant sehr geschäftig und laut war, haben wir uns köstlich amüsiert. Adams Familie ist sehr nett und das Lokal hatte auch einen Gag zu bieten.
Wir werden hier so wahnsinnig nett und freundlich aufgenommen. Gestern gab es außer der Einladung auch ein Willkommensgeschenk. Es war fast wie Geburtstag. Manchmal fragen wir uns schon, ob wir mit unserer typisch deutschen Zurückhaltung eigentlich deutlich machen können, wie sehr wir erfreut und dankbar sind. Wenn auch die amerikanische Herzlichkeit und Großzügigkeit oft als übertrieben und oberflächlich angesehen wird, so ist es doch ein tolles Gefühl, hier “in der Fremde” solange wir da sind in die Familie aufgenommen zu sein.

Zu dem Foto vom Auto muss ich noch erklären, warum ich es gemacht habe. Das Auto ist ein Honda Element und gehört Adam. Ich bin mit ihm damit ein Stück gefahren und fand es toll. Also Michi, wenn es schon ein Auto sein müsste, dann dieses. Es hat soviel Platz und ist bequem *grins* Und das erste Bild zeigt einen Blueberry Pie mit Vanilleeis. Einfach himmlisch! Könnte man zuhause ja auch mal backen, denn eigentlich geht das ziemlich schnell...









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