04 Oktober 2007

Die Zeit rast...

oder komme ich vor Müdigkeit nicht zum Schreiben?

Gestern sind Tanja und ich ganz alleine mit dem Zug nach Boston gefahren. Alles hat wunderbar geklappt, nachdem wir endlich kapiert hatten, wie das mit den Fahrkarten funktioniert. Natürlich haben wir Downtown gleich mit den ganzen Büroleuten bei Starbucks gefrühstückt :) Überhaupt ist das mit dem Essen hier so eine Sache: Egal, wo man hingeht - entweder ist es süß, nicht vertrauenswürdig oder schmeckt wahrscheinlich nicht. Also landen wir leider allzu häufig bei den beliebten Burgerketten und Sodbrennen nach einem Mahl, das wenigstens Halbwegs an unser Essen erinnert (weil die Burger in Deutschland schon eingebürgert sind, sonst würden sie ja nicht Burger heißen). Obwohl, gegen ein richtiges amerikanisches Essen, wie es am Abend dann bei Mary Ellen und Garry gab, ist nichts auszusetzen. Ein gegrillter Hamburger mit Käse und Kartoffelsalat aus roten Kartoffeln ist schon lecker!
Unser erstes Treffen gestern war in Cambridge in der Bücherei, wo es nochmal darum ging, die unterschiedlichen Sozialen Systeme zu vergleichen. Gleich hinter Cambridge ist ja Harvard und wir können doch tatsächlich von uns behaupten, dass wir beinahe in Harvard studiert hätten. Anschließend sind wir quer durch die Stadt in ein Obdachlosenasyl gefahren. Das war schon ein beklemmendes Erlebnis. 350 Betten für Männer in riesen Schlafsälen und 110 Betten für Frauen (mit ein wenig mehr Privatsphäre). Obwohl sich dort viel Mühe gegeben wird, fand ich es doch deprimierend. Es war zwar sehr interessant, so eine Einrichtung zu besichtigen, aber andererseits war die ja nicht ganz leer und wir kamen uns schon ein wenig vor wie Besucher im Zoo.

Heute haben wir mehrere Einrichtungen besucht, die in erster Linie im Rahmen der Jugendhilfe arbeiten. Sehr interessant und teilweise mit Ideen, die wir durchaus auch in Deutschland umsetzen könnten und sollten. Mal sehen, was wir noch so alles kennen lernen werden im Laufe der Zeit.
So langsam gewöhnen wir uns an Boston und fühlen uns schon in den unterschiedlichsten Ecken heimisch. Nach unseren Veranstaltungen waren wir in der Innenstadt ein wenig Shoppen und in einem tollen japanischen Lokal essen. Hat super geschmeckt, war gesund und preiswert und als wir rauskamen, durften wir kurz an einer Befragung über das Lokal teilnehmen und haben jeder 10 Dollar dafür bekommen. Das machen wir doch glatt wieder!
Die Innenstadt und das Hafengebiet sind richtig schön und wir werden uns dafür noch mal genug Zeit nehmen, um viele Bilder zu machen und die Atmosphäre in Ruhe zu genießen. Nun schnell noch die Fotos, es ist schon nach Mitternacht hier. Heute Abend bin ich richtig fit, nachdem ich gestern endlich gut geschlafen habe. Der Jetlag lässt also langsam nach.













Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gute Beschreibungen, wunderschöne Bilder. Ein Deja Vu! Bin nicht und doch bei Dir! goha

Anonym hat gesagt…

hallo ihr beiden, da erlebt ihr ja ne ganz menge, freu mich drauf, was Tanja alles berichtet. und das mit dem Essen..so freut ihr euch halt auf das gute Essen bei mama zuhaus..
weiterhin ganz viel spaß und liebe Grüße
Biggi