24 November 2007

Birken

Nein, dass ist jetzt kein Schreibfehler, ich möchte nicht von Birk reden, sondern tatsächlich von Birken. Nämlich von den beiden, die in Nachbars Hof stehen und uns schon seit 12 Jahren ärgern. Birken sind an sich schöne Bäume - wenn sie im Wald stehen! Wir haben selbst eine Birke gepflanzt als die Kinder getauft wurden, dort wo sie niemanden stört. Ich liebe es, im Frühjahr durch lichte Birkenwälder zu laufen, doch was ich wirklich hasse, ist im Herbst das ganze Laub von Nachbars Birken auffegen zu müssen. Dieses Jahr war es besonders schlimm, denn wegen des ständigen schlechten Wetters war das Laub nass und schwer. Ihr ahnt gar nicht, wie mir heute der Rücken weh tut. Aber was soll’s: Die Nikolausparty übernächste Woche möchte ich in einem sauberen Hof feiern und heute bot sich das sonnige Wetter gradezu für “Gartenarbeit” an. Jetzt ist der Hof also winterfest und die Weihnachtsbäume können Montag geliefert werden. Der Nachbar hat angekündigt, dass er die Birken fällen lässt. Ich hoffe, er wartet nicht bis zur Blüte damit (oder gar erst zum nächsten Herbst!), damit Birk im Frühjahr nicht wieder so unter seiner Allergie leidet. Es ist ja nicht nur, dass Birken das ganze Jahr Dreck machen (erst Pollen, dann Samen, dann Blätter), sie sind auch Frühblüher und damit hoch allergen. Seit wir hier wohnen quält Birk sich mit seiner Allergie und hat letztendlich dadurch sein Asthma bekommen. Richtig gemein. Obwohl wir feststellen, dass das Asthma mit zunehmendem Alter weniger wird. Hoffen wir also, dass es mit der Pubertät ganz verschwindet!

25. November 2007
Ja, und nun ist bereits Sonntagmorgen. Ich bin gestern einfach nicht mehr zum Posten gekommen. Musste noch meine Kürbis-Suppe kochen und habe es mir dann mit Michael bei einem Krimi gemütlich gemacht. Birk ist in Nordfriesland und besucht Oke im Krankenhaus. Den Armen hat es bei einem Sportunfall in der Schule bös erwischt: Ein Lendenwirbel ist angebrochen und nun muss der Junge stramm liegen. Sicher wird es noch eine Weile dauern, bis er wieder aus dem Krankenhaus darf, geschweige denn toben und Sport treiben.

Ich bin nur froh, dass ich den Hof gestern fertig bekommen habe. Heute ist es zwar wieder sonnig, aber die Nacht über hat es heftigst geregnet und gehagelt. So kann ich mich heute den ganzen Tag meinen Fotoprojekten widmen. Das wird auch Zeit, denn Weihnachten nähert sich mit großen Schritten. Natürlich hat sich pünktlich auch mein Drucker wieder verabschiedet. Diesmal endgültig, jedenfalls bekomme ich Fotos nur noch mit Streifen ausgedruckt und so etwas möchte ich nicht verschenken. Also ist mein Weihnachtsgeschenk schon da: Ein Multifunktionsdrucker. Multifunktion deshalb, weil der Scanner auch nicht mehr wirklich heile war (machte immer einen weißen Strich im Bild). Nur dass ich kaum gescannt habe, weil die Qualität nicht berauschend war und es ewig dauerte, bis ein Bild mit einer akzeptablen dpi-Zahl gescannt war. Projekte, wie das Scannen alter Fotos, habe ich immer wieder verschoben. Es eilt ja auch nicht. Doch nun wird sich das ändern. Es ist unglaublich, wie sich die Technik in den paar Jahren verbessert hat. Das neue Teil jedenfalls scannt mit einer irren Geschwindigkeit und mit Superqualität.

Weihnachten kommt mal wieder viel zu schnell. Irgendwie ist mir noch nicht danach, doch ich werde mich da wohl an den Kalender anpassen müssen. Wenigstens bin ich halbwegs auf die Weihnachtszeit vorbereitet, da ich, seit ich aus USA zurück bin, meine Abläufe wieder besser organisiere. Ich halte mich wieder an das “Flylady-Prinzip”, das vor gibt sich Routinen zu entwickeln, die es erleichtern, alles das zu schaffen, was im Alltag so von einem verlangt wird. Klingt vielleicht ein wenig blöde, ist aber unglaublich effektiv. Schließlich sind wir von Kind auf an gewöhnt, unser Leben in relativ festen Abläufen (in der Kindheit nennt man das Rituale) zu gestalten. Abläufe, die wir verinnerlicht/automatisiert haben - man denke da ans Schreiben oder Autofahren - belasten uns nicht mehr und geben dem Kopf mehr Freiheit um mit den unvorhergesehenen Anforderungen zurecht zu kommen. Neben den Routinen gibt es bei “Flylady” auch noch Listen und Pläne, die einem ebenfalls einiges erleichtern. Wenn ich dieses Jahr die Nikolausparty schriftlich plane, brauche ich nächstes Jahr nur die Aufzeichnungen vorkramen und kann das aufwendige Planen vergessen. So arbeite ich ja auch in der Werkstatt: Hafenfest einmal gründlich geplant und jedes Jahr ist das erneute Ausrichten einfacher und schneller (schließlich gibt es ja KVP - den kontinuierlichen Verbesserungsprozess). Nun aber genug davon, vielleicht finde ich ja noch ein paar Bilder, die meinen Text ergänzen :)























18.11.1995 - Tauftag von Sünje, Jonas und Birk: Die Birke wird gepflanzt.




























Die Birke heute an der Aventofter Kirche




























Martina mit 3 Jahren. Dieses Foto ist übrigens mit dem neuen Scanner gescannt, das Obere mit dem alten...

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